RSS

Schlagwort-Archive: an alles gedacht

An alles gedacht #4: Eierlegen bei NetHack

NetHack. NetHack … NetHack … NetHack! Ein Spiel, bei dem ein @ zum Leben erweckt wird und jedes Spiel komplett anders verläuft wie das vorherige. Wer es nicht kennt: NetHack ist ein Dungeon Crawler, der komplett mit ASCII-Zeichen dargestellt wird und unendlich viele Möglichkeiten bietet. Aber das Spiel ist schwer: Jeder Fehler kann zum sofortigen Ableben führen. Ein schöner Spruch auf dem Grabstein und das Spiel ist für diese Runde beendet.

Aber genau das macht den Spielreiz ja aus. Gehe ich noch in den nächsten Raum, in dem ungeahnte Schätze warten könnten oder laufe ich in den sicheren Tod, weil hinter dem Schatz ein Monster wartet?

An einem Beispiel von “Die Entwickler haben an alles gedacht” möchte ich euch zeigen, wie komplex dieses Spiel sein kann.

Erste Regel: Berühre das Monster “Cockatrice” und du wirst sofort zu Stein. Zweite Regel: Mit einem Transformationszauber kannst du dich in jedes Monster mit dessen Fähigkeiten verwandeln. Dritte Regel: Weibliche Monster (z.B. Schlangen oder eben auch Cockatrice) können Eier legen.

Was folgern wir aus den drei Regeln? Wir verwandeln uns in ein weibliches Cockatrice, legen massig Eier und schmeißen diese auf andere Monster, die sofort zu Stein werden und damit leichte Beute. Was ein Spaß! Aber …. aber …. aber die Entwickler haben auch an diese Möglichkeit gedacht. Denn: Schmeißt man seine eigenen Eier, wird dies mit Skill-Reduzierung bestraft.

PS: Das spielt gibt es kostenlos für unzählige Plattformen, darunter Windows 3.1, MS-DOS, Atari und Amiga.

 
Hinterlasse einen Kommentar

Geschrieben von - 29. April 2012 in Videospiele

 

Schlagwörter: ,

An alles gedacht #3: Der Joker hat es geahnt

Für mich war Batman: Arkham Asylum eine positive Überraschung. Actiongeladene Kämpfe verpackt mit Rätseln und einer unglaublich dichten Atmosphäre. Und auf meinem alten Klapper-PC lief das Spiel sogar flüssig. Phänomenal. Besonders die Rätsel waren interessant in das Spiel eingebaut: Neben den offentsichtlichen Story-relevanten gab es auch noch einige Optionale, die vom Riddler kommentiert wurden.

Die wichtigen Rätsel allerdings werden vom Oberbösewicht höchstpersönlich verfolgt: dem Joker. Bei erfolgreichen Lösungen merkt er oft süffisant an, dass das Rätsel absichtlich so einfach für “Batsy” gemacht worden war. Natürlich.

Die Entwickler des Spiels hatten für jedes Rätsel offenbar eine feste Vorgehensweise vorhergesehen. Ähnlich wie bei Portal ist jedoch möglich, manche Rätsel anders zu lösen. Jetzt hätten die Entwickler sich ja sagen können, dass man nach der Lösung einfach die Standard-Süffisant-Antwort vom Joker hätte abspielen können. Doch weit gefehlt. Löst man ein Rätsel auf andere Art und Weise, z.B. weil mein bereits weiß, was passieren wird, hört “Batsy” oft Joker-Kommentare in der Art von “Batsy, du bist ein Cheater!”.

PS: Ähnliches sagt der Riddler auch im zweiten Teil in der gleichen Situation über den Spieler.

 
1 Kommentar

Geschrieben von - 17. April 2012 in Videospiele

 

Schlagwörter: , , , ,

Die Allzweckwaffe der DOS-Generation

Quelle: Wikipedia

Wer erinnert sich noch an die Zeit, als ein 386er ein Wunder an Geschwindigkeit war. Wer weiß noch, wie man sich ein Startmenü für den Boot mit config.sys und autexec.bat erstellt, um auch den letzten Rest Hauptspeicher ausreizen zu können. Genau zu dieser Zeit saß ich vor meinem PC, spielte Patrizier und guckte neidisch auf die verwöhnten Amiga-Freunde und ihre tollen Spiele à la Turrican. Shooter, Jump’n'Runs und schnelles Parallax-Scrolling waren einfach Fremdwörter für den PC.

Hoffnung gab es aber dann doch: Commander Keen und später Jazz Jackrabbit zeigten beeindruckende Leistungen, die selbst ein Amiga-Nutzer zum Staunen bringen konnte. Danach kamen auch schon die ersten Sportspiele: Fifa Soccer, NHL Hockey, M.U.D.S, usw. Aber wie sollten wir PC-Spieler diese spielen? Mit der Tastatur? Grauenhaft! Neidische Blicke gingen da an die Konsoleros und ihre Gamepads.

Doch eines Tages hatte die Firma Gravis erbarmen mit uns: Sie schufen das Gravis Gamepad und ermöglichten uns endlich eine vernünftige Steuerung für alle Spiele, bei denen die Tastatur einfach das falsche Eingabemedium war. Das Design war stark von dem SNES-Pad abgekupfert und es gab noch einen sinnlosen Ministick zum Einschrauben, aber das störte mich nicht. Endlich konnte ich den Ball elegant ins Tor befördern, ohne einen Krampf zu kriegen. Danke, Gravis!

PS: Diese Werbung sagt eigentlich alles.

 
Hinterlasse einen Kommentar

Geschrieben von - 8. April 2012 in Nerd-Ware

 

Schlagwörter: , , , ,

Sie haben an alles gedacht #2: Samus und der Shinespark

Einer der Klassiker schlechthin ist Metroid. Seit NES-Zeiten bin ich dem Charme von Samus verfallen und die Plattformer gehören zum Standardprogramm eines jeden Nintendo-Besitzers egal welche Konsole. Die neuesten Ausflüge gehen zwar mehr in Richtung Shooter, behalten aber trotzdem viel von ihrem ursprünglichen Spielwitz bei.

Im Metroid-Titel für den Gameboy Advance (Metroid Fusion) gibt es allerdings eine Besonderheit, die es so noch nicht gab. Zu erst sei gesagt, dass Samus eine Fähigkeit besitzt, mit der man Objekte rammen kann, um diese aus dem Weg zu räumen. Diese Fähigkeit nennt sich “Shinespark“, war bis zum erscheinen des GBA-Titels aber noch nicht offiziell so genannt worden. Durch einen Trick konnte man nun diese Fähigkeit so einsetzen, um einen Teil eines Levels zu überspringen, was sehr ungewöhnlich für die Metroid-Reihe ist.

Schafft ein Spieler diesen sehr schwierigen Trick, dann wird das vom Spiel tatsächlich bemerkt und der Spieler erhält eine Belobigung. Andere Spiele wären da gar nicht groß darauf eingegangen. In genau dieser Belobigung erhielt dieser Effekt auch seinen Namen. Diese Sequenz wurde sogar auf Youtube festgehalten:

PS: This.

 
Hinterlasse einen Kommentar

Geschrieben von - 4. April 2012 in Videospiele

 

Schlagwörter: , ,

Sie haben an alles gedacht #1: Baldur’s Gate und Biff the Understudy

Nicht ohne Grund gehört die Baldur’s Gate Reihe immer noch zu den besten Rollenspielserien: Ausgefeilte Charaktere, Hintergrundstorys, massig Quests und das AD&D Regelwerk sorgen für eine stimmige Atmosphäre und lange Spielzeiten. Selbst ein Multiplayer-Modus war vorhanden, Spielerherz, was begehrst du mehr.

Die Entwickler haben ganze Arbeit geleistet, das muss jeder neidlos anerkennen. Umso besser, dass im Moment sogar eine hübsch aufpolierte HD-Fassung in Arbeit ist. Das Spiel selbst ist eine große Sandbox, in der man frei Reisen kann. Das birgt natürlich auch einige Gefahren, denn man kann nicht nur frei durch die Gegend reisen, man kann auch jeden Angreifen, auch friedliche Dorfbewohner.

Ähnliches war z.B. bei Morrowind auch möglich. Tötete man dann “ausversehen” einen wichtigen Quest-NPC für die Haupthandlung, kam eine kleine Infobox, dass das Spiel ab jetzt nicht mehr lösbar ist. Mist.

Baldur’s Gate hat offensichtlich das gleiche Problem: Auch hier können wichtige Quest-NPCs schon vorab umgenietet werden. Aber die Entwickler haben an alles gedacht: Statt wichtige Quest-NPCs z.B. unverwundbar zu machen (Gruß an Oblivion), bleiben diese tot … und trotzdem ist das Spiel noch lösbar. Das Spiel ersetzt den NPC einfach durch einen Platzhalter, namens Biff the Understudy, der die nötigen Dialoge liefert, um das Spiel voranbringen zu können. Clever gelöst!

Hier im Video ist Biff the Understudy ab 08:10 zu sehen:

 

PS: Tötet man in Teil 1 einen gewissen Drizzt, klaut seine Sachen, übernimmt den Charakter in Teil 2, dann reagiert der Drizzt in Teil sehr verärgert auf den Spieler.

 
Hinterlasse einen Kommentar

Geschrieben von - 1. April 2012 in Videospiele

 

Schlagwörter: ,

 
Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

Schließe dich 51 Followern an