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Ocean’s Eleven: Der unmögliche Raub

09 Mai

Popcorn-Kino der ersten Güte, so könnte man Ocean’s Eleven in wenigen Worten beschreiben. Natürlich ist das Original mit Frank Sinatra auch nicht zu verachten, aber wir reden heute über die George Clooney Version. Und die hat ein dickes Problem.

Ich sage es direkt banal euch ins Gesicht: Das hätte nie funktioniert. Natürlich nicht. So schlau ist wohl jeder. Aber aus welchem Grund bzw aus welchen Gründen? Ich wette, einige der Details sind euch nicht aufgefallen.

Grundlegend ist ein Raub auf ein Casino in Vegas eine schwierige Sache, keine Frage. Am Anfang des Films werden wir auch im Detail darüber informiert, wie die bisher drei “erfolgreichsten” Fälle abliefen. Machen wir es kurz: Ein Überfall zu planen, ist einfach nur dämlich, selbstmörderisch und quasi unmöglich.

Trotzdem war die Auflösung am Ende des Films eine Überraschung für viele von uns Normalsterblichen und Nicht-Vegas-Überfallern. “Das haben die clever gelöst, Respekt!”, könnte man jetzt sagen. Falsch gedacht. Es gibt wahrscheinlich hunderte Gründe, warum das alles nicht funktionieren könnte, daher hier nur eine kleine Auswahl.

Im Film werden wir Zeuge über den aktuellen Geldbestand des Tresors. Er liegt bei ziemlich genau 163.156.759 Dollar und damit ein wenig mehr, was Danny Ocean am Anfang geschätzt hatte. Jetzt tragen unsere Helden am Ende die gesamte Summe in Sporttaschen aus dem Tresor und freuen sich. Zu früh gefreut: Bei der Menge an Geld, bräuchte es weit mehr als ein paar Sporttaschen, da sind wir bereits im Bereich von Kipplastern.

Und überhaupt wird das Vorhandensein des Geldes damit begründet, dass irgendein Gesetz es den Casinos vorschreibt, dass sie immer einen gewissen Geldvorrat haben müssen. Klingt einleuchtend: Wenn jemand den Jackpot knackt, sollte natürlich genug Geld vorhanden sein, um ihn auszubezahlen. Tja, das Gesetz existiert aber nicht und der ganze Coup wäre gar nicht erst gestartet, wenn Ocean nicht hätte abschätzen können, wieviel Geld im Tresor lagert.

Ein letzter Punkt, den ich ansprechen möchte, ist die Licht-Aus-Methode. Im Film geht nach dem Einsatz eines EMP-Gerätes kurz das Licht aus und das war es. Keine Folgeeffekte, kein gar nichts. So funktioniert das allerdings nicht. Der Einsatz eines solchen Gerätes würde alle Elektronik im Umkreis zerstören. Das bedeutet also, dass nicht nur Flugzeuge vom Himmel fallen würden, sondern auch Krankenhäuser, Ampeln, etc, ohne Strom dastehen würden. Autsch.

PS: George Clooney hatte sich ein Guinness-Fass in seiner Umkleide installieren lassen.

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3 Kommentare

Geschrieben von - 9. Mai 2012 in Filme

 

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3 Antworten zu Ocean’s Eleven: Der unmögliche Raub

  1. gaerfield

    9. Mai 2012 at 11:27

    Mal abgesehen davon, dass 163 Mill. $ zur Zeit auch irgendwie nur Peanuts sind, ging mir die Kipplasterbehauptung nicht aus dem Kopf. Also Scheine bis zur Höhe von 100 US-$ werden auch heute noch gedruckt (krass oder? Die 500, 1000, 5000 und 10000 $ -Scheine werden nicht mehr gedruckt und der 100000 $ – Schein ist zwar legal aber nicht im Umlauf). Also mal angenommen, in dem Tresor befinden sich so ca. 1.75 Mill Scheine.
    Größe der Scheine 155,81mm x 66,42 mm, und ich nehme mal an, die sind noch 0,1 mm hoch. Hmm, macht 1811 Kubikmeter Volumen? So groß sah der Raum gar nicht aus (das bekommt man ja alles noch über Wikipedia mit – https://de.wikipedia.org/wiki/US-Dollar).
    Ok, vll hab ich mich ja verrechnet. Also nach dieser Quelle (http://de.answers.yahoo.com/question/index?qid=20070704122352AAcHOfZ) wiegt ein Dollar-Schein ungefähr: 0.03 ounce (0.850485 gramm). Unter der Annahme, dass die Dollar-Scheine gleich groß sind, nehme ich auch an dass die gleich schwer sind (und vernachlässige mal das eventuelle Mehr an Tinte durch die zusätzlichen Nullen auf dem Schein). Also das wären dann 1488kg?
    Also ich werd das Gefühl nicht los, dass ich mich verrechnet habe. Aber anscheinend hast du recht, nen paar Sporttaschen reichen dafür nicht.

    Umgekehrt könnte man ja mal ausrechnen, wieviel Geld man ungefähr einer Bank klauen kann. Also mal angenommen, man bekommt ungefähr 20kg aus der Bank raus. Das sind dann ca. 2,5 Mill $ in 100$-Scheinen. Dann vll doch lieber eine BWL-Ausbildung machen und in Top-Manager-Position Angestellte ausbeuten. Das bringt mehr Geld.

     
  2. Jana

    10. Mai 2012 at 16:58

    Respekt für die Rechenleistung, aber was ist, wenn es teilweise Münzgeld ist? Oder wollten die bewusst nur die Scheine mitnehmen? Ich hab den Film leider nicht mehr so genau im Kopf, wusste auch gar nicht, dass es ein Orginal gibt…

     
  3. gaerfield

    10. Mai 2012 at 20:31

    Öhm … danke. Ich habe die Annahmen so positiv wie möglich getroffen. Alles ausschließlich 100 USD – Scheine plus ein paar tausend Scheine extra (falls sich doch die 5-Dollar-Noten in den Keller verlaufen).

     

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