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The Dig – Das ernsthafteste Adventure von LucasArts

06 Mai

Wie angedroht berichte ich heute von dem LucasArts-Adventure “The Dig”. Das Spiel selbst in wenigen Worten: düster, erdrückende Atmosphäre, ernst, Aliens, “Woa!”. “Nach einer Idee von Spielberg” sagt doch eigentlich alles, oder?

Worum geht es jetzt eigentlich? Ein Asteroid taucht aus dem Nichts auf und steuert auf die Erde zu. Drei Astronauten werden mit dem Space Shuttle zum Asteroiden geschickt, um die Welt zu retten: Commander Boston Low, Wissenschaftler Dr. Ludger Brink und Journalistin Maggie Robbins. Was sich nach einem Plot alà Armageddon anhört, ist weit mehr als nur ein typischer Bay/Bruckheimer Actionfilm.

Denn das Spiel ist keine Gag-Ansammlung wie z.B. bei Day of the Tentacle, nein, es ist düster, spannend und mitreißend. Die Rätsel sind entsprechend eine Ecke schwerer und erfordern oft viel Logik bzw. “Drei mal um die Ecke”-Denken. Ich gebe zu, ohne Lösungshilfe hätte ich das damals nicht geschafft.

Das Spiel selbst kam 1995 in die Läden, hat wunderschöne Grafiken, einen packenden Soundtrack und in der CD-Version Sprachausgabe. Besonders die englische Version ist bemerkenswert, denn Boston Low wird von Robert Patrick aka T-1000 gesprochen, der den passenden Spruch “Have you seen this boy?” im Spiel sagen durfte. Gänsehaut! Panik! Kaffee-Alle!

Die Rätsel selbst waren knackig, manchmal nervig, oft aber machbar. Besonders fies war das Skelett-Puzzle, bei dem man ein skelettiertes Alien wieder korrekt zusammenlegen durfte, ohne zu wissen, welcher Knochen wohin kommt. Das Spiel gibt dabei leider keine Hilfen (wie z.B. Feedback, ob ein Knochen richtig oder falsch sitzt).

Das Spiel gibt es nachwievor zu kaufen. Ihr könnt es bei Steam erwerben oder euer Glück bei Amazon versuchen. Es funktioniert sogar einwandfrei mit ScummVM.

PS: Dem Original-Spiel lag sogar ein Roman bei, der von  Alan Dean Foster geschrieben wurde.

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2 Kommentare

Geschrieben von - 6. Mai 2012 in Videospiele

 

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2 Antworten zu The Dig – Das ernsthafteste Adventure von LucasArts

  1. Susumu

    8. Mai 2012 at 09:52

    OK, “The Dig” war kniffliger als “Loom” oder “Full Throttle”, aber schwerer als Lucas-Arts-Standard? Würde ich nicht sagen. Was bin ich bei Monkey Island II verzweifelt an der Banane, die auf den Metronom zu stecken war um den Affen zur “Monkey wrench” umzufunktionieren. (Dabei war mir längst völlig klar, wozu ich den Affen brauchen würde. Die Hinweise in der Bibliothek, die in der deutschen Version gelegt wurden, um das Wortspiel zu entschärfen, waren mir nicht entgangen.) Oder bei “Maniac Mansion”, als ich fälschlicherweise den Pinsel gereinigt hatte und dann ohne Nitroverdünnung die versteckte Tür nie finden konnte. Oder das Vorbeikommen an diesem Tätowierer bei “Grim Fandango”, nachdem das entsprechende Rätsel gelöst war. (OK, das lag nur an der blöden Steuerung und lies sich durch nochmaliges Ansprechen der Person lösen.)

    Im Grunde wurden die LA-Adventures meiner Meinung nach ab DOTT ein Eck leichter (im Sinne von fairer), mit Ausnahme von MI4 vielleicht. (MI1 und eben “Loom” waren dafür für die Frühzeit wiederum relativ leichte Spiele.) “The Dig” war für mich ähnlich wie DOTT und MI3 (gleich auf der schwereren Stufe gespielt) hingegen perfekt ausbalanciert. Ich habe ständig was lösen können ohne zu langen Leerlauf, aber auch ohne mich unterfordert zu fühlen.

    Es stimmt aber, dass “The Dig” in der Art der Rätsel auch für LA untypisch war, weil sie eben mehr mit purer Logik und WENIGER mit “um die Ecke denken” zu tun hatten. Wenn man zu sehr nur auf die LA-Spaßrätsel geeicht war, hat man damit vielleicht Probleme gekriegt, wenn man schon “Myst” und Vergleichbares kannte, war’s eher leicht.

     
    • Heiko Barther

      8. Mai 2012 at 17:33

      Falls du mal einen Gastbeitrag zum Thema “LucasArts Adventures und der Schwierigkeitsgrad” schreiben willst, dann meld dich doch einfach bei mir ;)

       

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